Wer remote einstellt, muss vor der Anzeige andere Fragen klären als bei einer Stelle im Büro: Aus welchen Ländern dürfen Bewerbende kommen, welche Zeitzonen teilt sich das Team, und in welcher Sprache wird gearbeitet? Dieser Leitfaden folgt dem Weg, den Sie dabei gehen: von der Vorbereitung über die Stellenanzeige und die Auswahl bis zum Onboarding. Er richtet sich an Arbeitgeber in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Vorbereitung: Modell, Wohnsitz, Zeitzonen und Sprache
Bevor Sie die Anzeige schreiben, legen Sie vier Dinge fest: das Arbeitsmodell, die erlaubten Wohnsitzländer, die gemeinsamen Erreichbarkeitszeiten und die Arbeitssprache. Jede Angabe in der Anzeige leitet sich davon ab. Fehlt eine dieser Festlegungen, passen Bewerbungen oft nicht zur Stelle, und beide Seiten verlieren Zeit.
Arbeitsmodell festlegen
Es gibt drei gängige Modelle: vollständig remote, remote mit festen Präsenzterminen und hybrid mit festen Bürotagen. Ein Modell mit Bürotagen ist hybrid und sollte auch so heißen. Wer eine hybride Stelle als remote ausschreibt, verliert Bewerbende, die bewusst nach Remote-Arbeit suchen. Halten Sie die Regel schriftlich fest, am besten im Arbeitsvertrag. Ein Muster mit Klauseln finden Sie im Artikel Remote-Arbeitsvertrag: Pflichtangaben, Muster-Klauseln und Checkliste, eine Richtlinie für das Team im Artikel Remote-Work-Policy: Vorlage für Unternehmen.
Erlaubte Wohnsitzländer bestimmen
Legen Sie fest, ob die Stelle nur für Menschen mit Wohnsitz in Deutschland offen ist, im DACH-Raum, in der EU oder weltweit. Die Angabe gehört in die Anzeige, damit sich niemand umsonst bewirbt. Die Entscheidung hat auch rechtliche Folgen, denn Arbeitsrecht, Sozialversicherung und Steuern können vom Land abhängen, in dem die Person tatsächlich arbeitet. Wie Sie damit umgehen, beschreibt der Abschnitt Recht und Verträge.
Zeitzonen und Erreichbarkeit festlegen
Definieren Sie Kernzeiten, in denen alle erreichbar sind, und nennen Sie die Zeitzone dazu. Eine Angabe wie "Kernzeit 10 bis 15 Uhr deutscher Zeit" grenzt den Alltag ein, ohne die gesamte Arbeitszeit zu regeln. Liegt das Team über mehrere Zeitzonen verteilt, prüfen Sie vorab, wie viele Stunden sich die Arbeitszeiten überschneiden. Davon hängt ab, ob ein Wohnsitz in einer bestimmten Region realistisch ist.
Arbeitssprache festlegen
Entscheiden Sie, ob die Arbeit auf Deutsch, auf Englisch oder zweisprachig läuft. Schreiben Sie die Anzeige in der Sprache, die im Alltag gilt, und nennen Sie die Anforderung konkret, etwa "verhandlungssicher auf Deutsch" oder "Englisch für die Abstimmung mit dem internationalen Team". Eine englischsprachige Anzeige erreicht mehr Bewerbende aus dem Ausland. Dann müssen Sie in der Auswahl auch prüfen, ob die Sprachanforderung erfüllt wird.
Stellenanzeige schreiben: Was hinein muss
Vier Fragen beantwortet eine Remote-Anzeige am besten sofort: Wo darf die Person wohnen, wie viele Bürotage gibt es, was zahlen Sie und in welcher Sprache wird gearbeitet? Fehlt eine Antwort, fragen Bewerbende nach oder bewerben sich mit falschen Erwartungen. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie Sie diese Angaben formulieren.
Angaben im ersten Absatz
Vier Angaben gehören in jede Remote-Anzeige, am besten im ersten Absatz:
- ●die erlaubten Wohnsitzländer
- ●die Präsenz in konkreter Zahl, zum Beispiel Bürotage pro Woche oder Präsenztermine pro Quartal. "Flexibel" oder "nach Absprache" lassen die Frage offen.
- ●die Gehaltsspanne (siehe unten)
- ●die Arbeitssprache und besondere Sprachanforderungen
Zwei weitere Angaben helfen Bewerbenden bei der Entscheidung:
- ●Kernzeiten und Zeitzone
- ●der Bewerbungsprozess mit Anzahl der Schritte und ungefährer Dauer
Ein Beispiel für den Remote-Absatz, mit Platzhaltern zum Ersetzen:
Die Stelle ist vollständig remote und kann mit Wohnsitz in [Länder] besetzt werden. Die Kernzeit liegt zwischen [Uhrzeit] und [Uhrzeit] ([Zeitzone]). Präsenztermine gibt es [Anzahl] pro [Zeitraum] in [Ort].
Streichen Sie den letzten Satz, wenn keine Präsenztermine anfallen.
Aufgaben als Ergebnisse beschreiben
Beschreiben Sie, was die Person in den ersten sechs Monaten erreichen soll, statt eine lange Liste von Tätigkeiten aufzuzählen. Eine Liste mit "Entwicklung, Bugfixing, Code-Reviews" sagt wenig über die Verantwortung. Zum Beispiel so: Die Person verantwortet die neue Schnittstelle für das Kernprodukt und bringt sie in den ersten sechs Monaten in den Betrieb.
Anforderungen begrenzen und diskriminierungsfrei formulieren
Trennen Sie Pflichtanforderungen von Wünschen. Eine kurze Liste mit höchstens fünf Pflichtpunkten hält die Anzeige lesbar. Prüfen Sie bei jeder Anforderung, ob sie für die Tätigkeit nötig ist. Rechtlich gilt: Ein Arbeitsplatz darf nicht unter Verstoß gegen das Benachteiligungsverbot des § 7 Abs. 1 AGG ausgeschrieben werden (§ 11 AGG).
Gehalt angeben
Geben Sie eine Gehaltsspanne an, bevor sich jemand bewirbt. Eine Spanne in Euro oder Franken brutto pro Jahr zeigt Bewerbenden, ob das Angebot zu ihrer Erwartung passt. In Österreich kommt das kollektivvertragliche Mindestentgelt hinzu. Damit entfallen Gespräche, die an falschen Vorstellungen scheitern. Richten Sie die Spanne am Markt für die Rolle aus, nicht allein am Standort Ihres Büros.
Zur Rechtslage (Stand der Quellen: Juni 2026): In Deutschland gibt es noch kein Gesetz, das Gehaltsangaben in Stellenanzeigen ausdrücklich vorschreibt. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie (EU) 2023/970 hätte bis zum 7. Juni 2026 umgesetzt sein müssen. Das Bundesfamilienministerium bestätigte, dass die Frist nicht eingehalten wird. Ein Umsetzungsgesetz gibt es noch nicht, das Inkrafttreten ist laut Ministerium für Anfang 2027 geplant (Haufe). Die Richtlinie sieht vor, dass Bewerbende das Einstiegsentgelt oder dessen Spanne vor dem Vorstellungsgespräch erfahren und nicht nach ihrem bisherigen Gehalt gefragt werden dürfen. Einzelne Richter am Bundesarbeitsgericht leiten solche Pflichten schon jetzt aus dem allgemeinen Vertragsrecht ab, die Fachliteratur sieht das überwiegend kritisch (Personalwirtschaft). Wer schon jetzt eine Spanne nennt und nicht nach dem bisherigen Gehalt fragt, ist darauf vorbereitet. In Österreich müssen Stelleninserate das kollektivvertragliche Mindestentgelt seit dem 1. März 2011 angeben (WKO). Die Schweiz ist nicht Teil der EU, für sie gilt die Richtlinie nicht. Prüfen Sie vor dem Schalten einer Anzeige den aktuellen Stand.
Wie viele Remote-Stellen auf RemoteDACH bereits eine Gehaltsangabe nennen, zeigt die Seite Remote-Arbeitsmarkt mit Live-Zahlen.
Checkliste vor dem Veröffentlichen
- ●Die Wohnsitzländer sind genannt.
- ●Die Präsenz steht als konkrete Zahl in der Anzeige.
- ●Die Gehaltsspanne steht drin, in Österreich zusätzlich das Mindestentgelt.
- ●Arbeitssprache und Sprachanforderungen sind benannt.
- ●Die Aufgaben sind als Ergebnisse beschrieben, und die Pflichtanforderungen sind kurz gehalten.
- ●Der Bewerbungsprozess nennt Schritte und ungefähre Dauer.
Wo veröffentlichen: Kanäle für Remote-Stellen
Veröffentlichen Sie die Anzeige dort, wo Menschen gezielt nach Remote-Stellen suchen, und ergänzen Sie den Kanal durch direkte Ansprache. Remote-Jobbörsen erreichen Bewerbende, die bewusst remote suchen. Große Jobbörsen bieten Reichweite, aber Sie sollten prüfen, ob deren Remote-Filter Ihre Stelle richtig erfasst. Eine Anzeige allein erreicht selten alle geeigneten Bewerbenden, deshalb gehören LinkedIn und die eigene Karriereseite dazu.
Kanäle im Vergleich
| Kanal | Wofür er sich eignet | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Remote-Jobbörsen wie RemoteDACH | Bewerbende, die gezielt nach Remote-Stellen suchen | Die Stelle muss aus den Zielländern remote besetzbar sein |
| Große Jobbörsen | Hohe Reichweite über alle Branchen | Remote-Filter und Standortangaben im Titel und Text prüfen |
| Direkte Ansprache passender Profile und Firmenseite | Remote-Angaben auch im Fließtext nennen, damit sie vor der Bewerbung sichtbar sind | |
| Karriereseite | Anlaufstelle für Bewerbende, die Ihre Arbeitsweise prüfen | Remote-Regeln, Tools und Prozess so beschreiben, dass sie zur Anzeige passen |
| Netzwerk und Communities | Empfehlungen aus dem Team und Präsenz in Remote-Gruppen | Einblicke aus dem Arbeitsalltag teilen, die Bewerbende nachprüfen können |
Active Sourcing auf LinkedIn
Manche geeigneten Menschen suchen nicht aktiv, sind aber offen für ein passendes Angebot. Auf LinkedIn können Sie solche Profile gezielt ansprechen. Schreiben Sie kurze, persönliche Nachrichten, die sich auf das Profil beziehen, und nennen Sie Remote-Regeln und Gehaltsspanne direkt im Text. Grenzen Sie die Suche nach Rolle, Erfahrung und Standort ein.
Stelle auf RemoteDACH schalten
Auf RemoteDACH schalten Sie Stellen, die aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz remote besetzt werden können. Die erste Stelle ist kostenlos, jede weitere kostet 99 € für 30 Tage. Vor der Freischaltung prüfen wir die Anzeige. Dafür legen Sie ein Firmenkonto an. Die Preise im Detail stehen auf der Preisseite, den Einstieg für Arbeitgeber finden Sie auf der Seite für Arbeitgeber. Einen Vergleich der Kosten verschiedener Anbieter bietet der Artikel Was kostet ein Remote-Job-Inserat?.
Auswahl und Interviews
Ein Remote-Auswahlprozess prüft früh, ob jemand schriftlich klar kommuniziert, selbstständig arbeitet und mit der vereinbarten Zeitzone zurechtkommt. Setzen Sie dafür wenige Schritte mit festen Terminen an. Lange Prozesse führen dazu, dass gute Bewerbende abspringen, weil sie bereits andere Angebote annehmen.
Ablauf in fünf Schritten
- Schriftliche Vorauswahl: Bitten Sie um wenige Antworten per E-Mail oder Formular, etwa zu bisherigen Erfahrungen mit Remote-Arbeit und zur Verfügbarkeit in den Kernzeiten. Die Antwort zeigt, wie jemand schreibt.
- Videogespräch: Planen Sie 45 bis 60 Minuten ein und stellen Sie allen Bewerbenden dieselben Fragen, damit die Gespräche vergleichbar bleiben.
- Bezahlte Probeaufgabe: Für Finalisten eignet sich eine Aufgabe, die realistisch etwa zwei bis vier Stunden dauert. Vergüten Sie diese Zeit.
- Gespräch mit dem Team: Eine halbe Stunde mit künftigen Kolleginnen und Kollegen zeigt, ob die Zusammenarbeit passt.
- Referenzen: Fragen Sie bei Referenzen gezielt nach der Zusammenarbeit in einem verteilten Team. Klären Sie vorher, welche Prüfungen zulässig sind.
Themen für das Gespräch
Fragen Sie nach konkreten Situationen. Ein Ja oder Nein auf die Frage, ob jemand schon remote gearbeitet hat, sagt wenig. Gute Themen sind:
- ●die Tagesstruktur ohne feste Meetings
- ●ein Projekt, das an einer Kommunikationslücke scheiterte, und was sich danach änderte
- ●das Vorgehen, wenn die entscheidende Person in einer anderen Zeitzone nicht erreichbar ist
- ●die Frage, wie die eigene Arbeit für ein verteiltes Team sichtbar wird
Allgemeine Antworten ohne konkrete Beispiele sind ein Anlass, nachzufassen.
Entscheidung zügig treffen
Legen Sie vor dem ersten Gespräch fest, wie viele Runden es gibt und bis wann Sie entscheiden. Drei Runden und eine Entscheidung innerhalb von sieben bis zehn Werktagen nach dem ersten Gespräch sind ein Richtwert, keine Vorschrift. Melden Sie sich nach jedem Schritt zeitnah zurück, damit Bewerbende wissen, wo sie stehen.
Häufige Fehler
Diese sechs Fehler treten oft auf:
- "Remote möglich nach Absprache" in der Anzeige. Bewerbende, die remote arbeiten wollen, lesen darin einen Bürojob mit gelegentlichem Homeoffice und bewerben sich nicht.
- Den Präsenzprozess einfach als Videocall übernehmen. Ein Standardinterview prüft nicht, ob jemand schriftlich gut arbeitet und sich selbst organisiert. Ergänzen Sie eine schriftliche Aufgabe.
- Keine Gehaltsangabe. Wer das Gehalt nicht kennt, kann das Angebot nicht einordnen.
- Onboarding erst nach der Vertragsunterschrift. Wer den Laptop erst am ersten Arbeitstag bestellt, lässt die neue Person ohne Arbeitsmittel starten. Das signalisiert, dass man nicht auf sie gewartet hat.
- Remote als Zusatzleistung verkaufen. Wer Homeoffice als Benefit beschreibt, sagt implizit, dass es auch wieder gestrichen werden kann. Beschreiben Sie Remote lieber als Arbeitsmodell mit klaren Regeln.
- Das Gehalt am Standort statt am Markt ausrichten. Pauschale Abschläge mit dem Argument gesparter Pendelkosten verlieren Bewerbende, die ihren Marktwert kennen.
Arbeitgebermarke
Bewerbende prüfen die Arbeitsweise eines Unternehmens, bevor sie sich bewerben. Eine öffentlich beschriebene Arbeitsweise beantwortet Fragen zu Meetings, Erreichbarkeit und Karriere, bevor jemand sie stellen muss. Eine Arbeitgebermarke entsteht aus Angaben, die auf allen Kanälen gleich sind: Anzeige, Karriereseite, LinkedIn und Bewertungsportale.
Arbeitsweise öffentlich beschreiben
Eine eigene Seite auf der Karriereseite genügt als Anfang. Nennen Sie Kernzeiten, Meeting-Rhythmus, Kommunikationstools und das Verhältnis von schriftlicher und synchroner Arbeit. Beschreiben Sie den Alltag so, wie er tatsächlich ist. Ein Idealbild, das im Alltag nicht stimmt, fällt Bewerbenden spätestens im Gespräch auf. Mehr zu Kultur finden Sie im Artikel Remote Culture aufbauen: 30 Best Practices von erfolgreichen Teams.
Bewertungen und Stimmen aus dem Team
Antworten Sie auf Bewertungen bei Kununu oder Glassdoor, auch auf kritische, sachlich und ohne Rechtfertigungen. Bitten Sie Mitarbeitende, die gern remote arbeiten, um einen eigenen Beitrag über ihren Alltag. Ein Beitrag aus dem Team wirkt glaubwürdiger als ein Werbetext.
Karriereseite und Firmenprofil
Die Karriereseite sollte die Remote-Regeln, die eingesetzten Tools und den Onboarding-Ablauf zeigen. Auf RemoteDACH finden Bewerbende Unternehmensprofile unter Unternehmen. Eine Auswahl bekannter Remote-Arbeitgeber zeigt der Artikel Top Remote-Arbeitgeber DACH.
Benefits konkret benennen
Remote-Leistungen wie ein Budget für den Arbeitsplatz, Coworking oder Weiterbildung sollten Sie mit Höhe und Anspruch benennen. Allgemeine Begriffe wie "Flexibilität" sagen Bewerbenden wenig. Wie Sie Remote vom Benefit zum Arbeitsmodell machen, beschreibt der Artikel Remote-first werden: Der Schritt-für-Schritt-Guide für Unternehmen.
Onboarding mit Checkliste
Das Onboarding beginnt mit der Vertragsunterschrift. Arbeitsmittel, Zugänge und eine feste Ansprechperson sollten vor dem ersten Arbeitstag bereitstehen, und die ersten Wochen brauchen geplante Termine statt spontaner Gespräche. Die Checkliste teilt den Ablauf in drei Phasen, die Sie an Ihr Team anpassen können.
Vor dem ersten Arbeitstag
- ●Laptop und Zubehör drei bis fünf Werktage vorher versenden (Richtwert), damit alles vor dem Start ankommt.
- ●VPN und Anmeldungen an den wichtigsten Tools vorab testen.
- ●E-Mail-Konto und Einladungen zu Chat, Projektmanagement und Videokonferenz anlegen.
- ●Team informieren und eine Buddy-Person festlegen.
- ●Kalender für die erste Woche füllen, mit 1:1-Intros und festen Check-ins.
- ●Ein Welcome-Dokument bereitstellen, etwa in Notion oder Confluence, mit Ansprechpersonen, Tools, Prozessen und dem Plan für die erste Woche.
Tag 1 und Woche 1
- ●Willkommensgespräch mit der direkten Führungskraft.
- ●Technik-Session: Zugänge, VPN, Video und Chat gemeinsam ausprobieren.
- ●Vorstellung im Teammeeting.
- ●1:1-Intros mit fünf bis acht Schlüsselpersonen (Richtwert), geplant statt zufällig.
- ●Eine erste kleine Aufgabe mit klarem Ergebnis.
- ●Täglich zehn bis fünfzehn Minuten Check-in mit der Buddy-Person und am Ende der Woche ein 1:1 mit der Führungskraft.
Woche 2 bis Tag 90
- ●Check-ins auf wöchentlich reduzieren und das 1:1 mit der Führungskraft fest einplanen.
- ●Nach 30 Tagen ein formelles Gespräch: Was läuft gut, wo braucht es Unterstützung?
- ●Nach 60 Tagen Ziele für den nächsten Abschnitt festlegen.
- ●Nach 90 Tagen ein Review in beide Richtungen. Fragen Sie dabei auch nach dem Onboarding selbst.
Recht und Verträge
Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung. Halten Sie Arbeitsort, Arbeitszeiten, Arbeitsmittel und Datenschutz schriftlich fest. Bei Mitarbeitenden im Ausland klären Sie Sozialversicherung und Steuern, bevor Sie ein Angebot machen. Die folgenden Guides führen Sie zu den Details:
- ●Remote-Arbeitsvertrag: Pflichtangaben, Muster-Klauseln und Checkliste
- ●Remote-Work-Policy: Vorlage für Unternehmen
- ●Workation Policy Muster: Vorlage für HR und Arbeitgeber
- ●Scheinselbstständigkeit vermeiden
- ●A1-Bescheinigung für Remote-Worker: Ablauf in Schritten
- ●Datenschutz im Home Office: DSGVO-konformes Arbeiten für Remote-Teams
In Österreich ist Telearbeit seit dem 1. Januar 2025 im Telearbeitsgesetz geregelt. Sie ist schriftlich zu vereinbaren, einen Rechtsanspruch darauf gibt es nicht, und nur gelegentliche, anlassbezogene Telearbeit ist ausgenommen (Sozialministerium). Eine Vorlage für die Regeln im Unternehmen finden Sie in der Remote-Work-Policy.
Mitarbeitende mit Wohnsitz im Ausland
Wohnt die Person in einem anderen Land als Ihr Unternehmen, klären Sie vorab, welche Sozialversicherung und welche Steuern im Wohnsitzland gelten. Einen Überblick zur Remote-Arbeit im EU-Ausland gibt der Guide Homeoffice und Remote-Arbeit im EU-Ausland. Wer ohne eigene Gesellschaft im Land einstellen möchte, kann auch einen Employer of Record nutzen, einen Dienstleister, über den die Anstellung im Land läuft. Ob dieses Modell passt, hängt von Ihren Zielen und Kosten ab und sollte mit einer Beratung geklärt werden.
Häufige Fragen
Welche Plattformen eignen sich für das Recruiting im Homeoffice?
Remote-Jobbörsen wie RemoteDACH erreichen Bewerbende, die gezielt nach Remote-Stellen suchen. Ergänzen Sie diese Kanäle durch LinkedIn und Ihre Karriereseite. Große Jobbörsen bringen Reichweite, aber den Remote-Filter sollten Sie selbst prüfen. Welche Mischung passt, hängt von Rolle und Zielgruppe ab.
Was kostet eine Remote-Stellenanzeige?
Auf RemoteDACH ist die erste Stelle kostenlos. Jede weitere kostet 99 € und bleibt 30 Tage online. Die Details stehen auf der Preisseite.
Muss ich das Gehalt in der Remote-Stellenanzeige angeben?
In Deutschland gibt es dafür noch keine ausdrückliche gesetzliche Pflicht. Die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz sieht aber vor, dass Bewerbende das Einstiegsentgelt oder die Spanne vor dem Vorstellungsgespräch erfahren, und in Österreich ist das kollektivvertragliche Mindestentgelt im Inserat verpflichtend.
Wie läuft das Onboarding remote ab?
Es beginnt mit der Vertragsunterschrift. Vor dem ersten Arbeitstag sind Arbeitsmittel und Zugänge bereit, am ersten Tag folgen ein Willkommensgespräch und eine Technik-Session. In den ersten 90 Tagen gibt es feste Check-ins und Reviews nach 30, 60 und 90 Tagen. Die vollständige Checkliste steht im Abschnitt Onboarding mit Checkliste.
Wie lange sollte der Auswahlprozess dauern?
Planen Sie wenige Runden und eine Entscheidung innerhalb von sieben bis zehn Werktagen nach dem ersten Gespräch. Das ist ein Richtwert aus dem Abschnitt Auswahl und Interviews, keine Vorschrift.
Darf ich jemanden aus dem Ausland remote einstellen?
Das hängt vom Wohnsitzland der Person ab. Klären Sie vor dem Angebot, welche Regeln dort für Sozialversicherung, Steuern und Arbeitsrecht gelten. Einen Einstieg bietet der Guide Homeoffice und Remote-Arbeit im EU-Ausland.
Quellen
- ●§ 11 AGG: Ausschreibung von Arbeitsplätzen, gesetze-im-internet.de
- ●EU-Richtlinie für mehr Lohngleichheit: Umsetzung verschoben, Haufe, Artikel vom 1. Juni 2026
- ●Deutschland verpasst die Frist der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, Personalwirtschaft, Stand 19. Juni 2026
- ●Angabe des Mindestentgelts im Stelleninserat, WKO
- ●FAQ Telearbeit, Sozialministerium, Stand 30. Juli 2025









