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Router mit Speedtest-Ergebnis auf einem Laptop, Internet-Geschwindigkeit für Remote-Work prüfen
Remote-Arbeit

Internet-Geschwindigkeit für Remote-Work: Was du wirklich brauchst

RemoteDACH Redaktion20. Juni 20265 Min. Lesezeit

Wie viel Mbit/s du für Videocalls und Homeoffice brauchst, warum Upload und Stabilität so wichtig sind wie der Download und was bei Ausfällen hilft.

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Für einen Videocall in 720p nennt Zoom 1,2 Mbit/s im Upload und im Download, für 1080p 3,8 Mbit/s. Bei Teams-Meetings empfiehlt Microsoft 2,5 Mbit/s im Upload und 4 Mbit/s im Download. Wenn Calls trotzdem hängen, kann es an Latenz, Aussetzern im WLAN oder am Upload deines Tarifs liegen. Die Richtwerte stammen von den Anbietern, die Messung von der Bundesnetzagentur.

Passende Remote-Jobs mit flexiblem Setup findest du auf RemoteDACH. Dort richtest du dir auch einen Job-Alert ein.

Die Mindestanforderungen nach Anwendungsfall

Chat und E-Mail brauchen kaum Bandbreite. Die größten Anforderungen stellen Videocalls.

DienstAuflösungUploadDownload
Zoom, Einzelgespräch360p600 kbit/s600 kbit/s
Zoom, Einzelgespräch720p HD1,2 Mbit/s1,2 Mbit/s
Zoom, Einzelgespräch1080p HD3,8 Mbit/s3,8 Mbit/s
Microsoft Teams, 1:1, MinimumVideo, bis 240p150 kbit/s150 kbit/s
Microsoft Teams, 1:1, empfohlenVideo, bis 1080p1,5 Mbit/s1,5 Mbit/s
Microsoft Teams, Besprechung, MinimumVideo150 kbit/s200 kbit/s
Microsoft Teams, Besprechung, empfohlenVideo2,5 Mbit/s4 Mbit/s
Google Meet, pro Teilnehmer720p HDbis 1,7 Mbit/sbis 1,7 Mbit/s
Google Meet, pro Teilnehmer1080p HDbis 3,6 Mbit/sbis 3,6 Mbit/s
Google Meet, Audionur Ton100 kbit/s100 kbit/s

Zoom gibt die Werte für Einzelgespräche an. In der Galerieansicht kann der Verbrauch höher liegen: Zoom nennt 2,0 Mbit/s bei 25 und bis zu 4,0 Mbit/s bei 49 Ansichten. Ein kleineres Fenster verbraucht voraussichtlich weniger. Google nennt Werte pro Teilnehmer für kleine Organisationen und Einzelpersonen. Für große Organisationen rechnet Google im Schnitt mit 1 Mbit/s Upload und 1,3 Mbit/s Download pro Teilnehmer.

Rechenbeispiel: Zwei Personen führen gleichzeitig einen 720p-Zoom-Call. Das ergibt rechnerisch 2 × 1,2 = 2,4 Mbit/s je Richtung. Plane zusätzlich eine Reserve für andere Geräte im Netz ein.

Warum Geschwindigkeit nicht alles ist: Stabilität und Latenz

Latenz (Ping)

Latenz ist die Zeit, die ein Datenpaket zum Server und zurück braucht. Google nennt für Meet eine Umlaufzeit unter 100 ms als den Bereich, in dem die Videoqualität am höchsten ist. Ab 300 ms reduziert Meet die Qualität.

Jitter und Paketverlust

Schwankungen der Latenz (Jitter) und verlorene Datenpakete führen zu Aussetzern oder Knistern im Call. Microsoft nennt beides ausdrücklich als mögliche Ursache für Probleme bei Teams-Calls, neben zu wenig Bandbreite.

So testest du deine Verbindung

Der Test der Bundesnetzagentur auf breitbandmessung.de misst die tatsächlich übertragene Datenrate. Er vergleicht sie mit der vertraglich vereinbarten Rate. Mach den Test zu den Zeiten, in denen du arbeitest, und wiederhole ihn, wenn Calls hängen.

WLAN vs. LAN: Der Unterschied bei Calls

Microsoft weist darauf hin, dass WLAN-Netze nicht automatisch für Echtzeit-Medien wie Videocalls ausgelegt sind. In Firmennetzen priorisiert QoS Calls. Im Heimnetz hängt es vom Router ab.

Beim WLAN ist das 5-GHz-Band laut Microsoft besser für Echtzeit-Medien geeignet als 2,4 GHz. Dafür braucht es mehr Access Points, um die gleiche Fläche abzudecken. Wenn der Schreibtisch fest steht, ist ein LAN-Kabel die einfachste Option, um WLAN-Schwankungen zu vermeiden.

Was im Tarif zählt

Tarifnamen wie DSL 50 oder Glasfaser sagen wenig über den Upload aus. Prüfe im Vertrag oder im Tarifblatt den Upload-Wert und vergleiche ihn mit den Richtwerten oben.

Backup-Optionen, wenn das Heimnetz ausfällt

Ein Smartphone-Hotspot kann im Notfall das Heimnetz ersetzen. Wenn du das öfter brauchst, ist ein eigener LTE-Router mit SIM-Karte die bessere Lösung. Eine zusätzliche SIM-Karte mit Datenvolumen als Reserve kann sich ebenfalls lohnen.

Als Ausweichort für wichtige Calls eignet sich ein Coworking-Space. Hinweise dazu findest du im Artikel Coworking-Spaces in Deutschland. Bei Workation gilt dasselbe: Prüf die Verbindung vor Ort mit einem Speedtest, bevor du wichtige Calls planst.

Speedtest richtig lesen

  • ●Download: Streaming, Webseiten und Downloads.
  • ●Upload: Videocalls, Screen-Sharing und Dateien, die du hochlädst.
  • ●Latenz: Die Reaktionszeit der Verbindung. Niedrig ist besser.
  • ●Jitter: Die Schwankung der Latenz. Je gleichmäßiger, desto besser für Calls.

Bei den meisten Werten oben liegen Upload und Download nah beieinander. Prüfe deshalb zuerst den Upload-Wert deines Tarifs.

Router-Optimierung für das Homeoffice

  • ●Platzierung: Stell den Router so auf, dass möglichst wenige Wände zwischen ihm und deinem Arbeitsplatz liegen. Microsoft nennt die Platzierung der Access Points als wichtigen Faktor für stabiles WLAN.
  • ●Mesh-System: In größeren Wohnungen oder bei mehreren Etagen kann ein Mesh-System die Abdeckung verbessern.
  • ●Aktuelle Technik: Prüf, welchen WLAN-Standard und welche Frequenzbänder dein Router unterstützt, bevor du einen neuen kaufst.

Häufige Fragen zum Internet im Homeoffice

Wie viel Internet brauche ich für Zoom in HD?

Zoom nennt für 720p HD 1,2 Mbit/s im Upload und im Download. Für 1080p HD nennt Zoom 3,8 Mbit/s. Wenn mehrere Geräte im Haushalt gleichzeitig Daten übertragen, plane eine Reserve ein.

Mein Internet ist zu langsam. Was kann ich tun?

  1. Prüfe, ob ein LAN-Kabel oder ein besserer WLAN-Platz möglich ist.
  2. Pausiere während Calls Geräte im Netz, die viele Daten übertragen.
  3. Senke die Videoqualität in deiner Calls-App.
  4. Prüfe beim Anbieter den Upload-Wert deines Tarifs.

Reicht ein DSL-Anschluss mit 16 Mbit/s für Remote-Arbeit?

Mit 16 Mbit/s im Download deckst du den Download-Bedarf eines 1:1-Calls rechnerisch ab (Zoom 720p: 1,2 Mbit/s, 1080p: 3,8 Mbit/s). Entscheidend ist der Upload deines Tarifs. Prüfe den Upload-Wert im Vertrag und vergleiche ihn mit der Tabelle.

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